Eine fotografische Dokumentation zwischen Königsbrunn und Epfach

Via Claudia bei Untermeitingen

Erst am Ortsrand von Untermeitingen taucht die sie wieder auf und wird von einem Meilenstein markiert. ( Bild 14 )
 

Die Via Claudia bei Untermeitingen

 
Bild 14, Meilenstein in Untermeitingen
 
Hier endet das längste, fast durchgehend erhaltene Teilstück einer Römerstraße in Deutschland[1]. Dieses Teilstück ist bereits gut erforscht und deshalb sogar schon in der topographischen Karte eingezeichnet.
Der weitere Verlauf der Via Claudia ist an manchen Stellen nicht
100 % ig gesichert und kann deshalb nicht so exakt beschrieben werden, wie der bis Untermeitingen.
 
Ich habe versucht mit Hilfe von Dr. A. Huber, Kreisheimatpfleger von Landsberg, und dem Heimatforscher Lehrer Fischer aus Epfach den weiteren Verlauf im Gelände nachzuvollziehen in Gesprächen oder durch Begehung.
Bei der Suche nach Spuren der Via Claudia gingen die Heimatforscher und ich folgendermaßen vor:
 
  1. Wir lasen die Wegbeschreibungen von Christian Frank und Barthel Eberl. Der Beschreibung nach versuchten wir die Dammanlage zu finden.
  2. Ein Anzeichen für eine Römerstraße ist ihr besonders steiniger Untergrund durch die Aufschüttung mit Schotter. So kann man im Acker durch die Bodenbeschaffenheit Schlüsse auf   eine Römerstraße ziehen.
Für Verwirrung sorgten an vielen Stellen sogenannte Schrägwege, die in den letzten Jahrhunderten von einheimischen Bauern sternförmig um ihre Dörfer herum angelegt wurden. Da diese ebenfalls eine leichte Dammlage aufweisen, kommt es leicht zu Verwechslungen zwischen antiker Römerstraße und viel jüngeren Schrägwegen.[2]
War die Via Claudia im freien Gelände überhaupt nicht mehr mit bloßem Auge auszumachen, so orientierten wir uns am Prinzip der Geradlinigkeit und versuchten auf diese Art den Verlauf der Via Claudia zunächst auf der Karte zu bestimmen und später im Gelände nachzuvollziehen.
 
Das Ergebnis unserer Bemühungen möchte ich im Folgenden schildern.

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[1] Volkmann, S.4
[2] Gespräch mit Herrn Huber

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